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Neuerungen in der Steuererklärung 2010

  

 

  

  

 

  

  

In der Steuererklärung 2010 - welche anfangs 2011 auszufüllen ist - sind die folgenden Neuerungen zu beachten:

 

 

1. Straflose Selbstanzeige

 

Seit dem 1. Januar 2010 bleibt die erstmalige Selbstanzeige einer Steuerhinterziehung straflos. Weil die unter Umständen recht hohe Nachsteuer für maximal zehn Jahre zurück weiterhin geschuldet ist, besteht der Anreiz zur Selbstanzeige vor allem in der "Straffreiheit". Ein echter finanzieller Anreiz zur Selbstanzeige besteht nicht. Die straflose Selbstanzeige ist nur einmal im Leben möglich. Bei jeder weiteren Selbstanzeige beträgt die Busse wie bisher ein Fünftel der hinterzogenen Steuer. Eine straflose Selbstanzeige kann zusammen mit der Einreichung der Steuererklärung erfolgen, sollte aber ausdrücklich als solche bezeichnet werden (vgl. Bundesgesetz vom 20. Dezember 2006 über Änderungen des Nachsteuerverfahrens und des Strafverfahrens wegen Steuerhinterziehung auf dem Gebiet der direkten Steuern)

 

2. Liegenschaftsunterhalt: Wegfall Dumont-Praxis
 

Bei der direkten Bundessteuer und in allen Kantonen kommt die sogenannte Dumont-Praxis ab dem 1. Januar 2010 nicht mehr zur Anwendung (vgl. Bundesgesetz über die steuerliche Behandlung von Instandstellungskosten bei Liegenschaften vom 3. Oktober 2008). Wer bisher eine im Unterhalt vernachlässigte Liegenschaft gekauft und den unterbliebenen Unterhalt innert fünf Jahren seit dem Erwerb nachgeholt hatte, konnte die entsprechenden Kosten sowohl bei den kantonalen wie auch bei den Bundessteuern nur teilweise zum Abzug bringen. Somit können Unterhaltskosten, die im Jahr 2010 in Rechnung gestellt werden, auch bei neu erworbenen, vernachlässigten Liegenschaften vollumfänglich abgezogen werden. Die bisherige Wartefrist von fünf Jahren entfällt. Gleich verhält es sich bei Ausgaben für Energiesparmassnahmen an bestehenden Gebäuden, die seit dem 1. Januar 2010 anfallen Diese können neu ebenfalls schon in den ersten fünf Jahren nach dem Erwerb der Liegenschaft vollumfänglich abgezogen werden. 

 

3. Beiträge an die Säule 3a: gleichbleibende Abzüge


Im Steuerjahr 2010 bleiben die Höchstabzüge unverändert (vgl. Rundschreiben der ESTV vom 24.11.2009). Die Maximalbeiträge der Säule 3a betragen CHF 6 566 für Steuerpflichtige mit Beiträgen an die 2. Säule (BVG / Pensionskasse) und 20% des Erwerbseinkommens, höchstens CHF 32 832 für Steuerpflichtige ohne 2. Säule (Steuerjahr 2008: CHF 6 365 bzw. CHF 31 824) (vgl. Rundschreiben der ESTV vom 11.12.2008).

 

4. Keine Verrechnungssteuer auf Kundenguthaben mit Zinsbeträgen bis 200 Franken

 

Bisher waren Zinsbeträge nur auf Sparkonten und nur bis 50 Franken verrechnungssteuerfrei. Seit dem 1. Januar 2010 sind bei Kundenguthaben alle Zinsbeträge bis 200 Franken verrechnungssteuerfrei. Die entsprechenden Erträge sind im Wertschriftenverzeichnis als "der Verrechnungssteuer nicht unterliegend" einzutragen. Ein Antrag auf Rückerstattung der Verrechnungssteuer ist für diese Erträge nicht möglich.

 

 

 

Zur Erinnerung:

 

Die Neuerungen der Steuererklärung 2009

Die Neuerungen der Steuererklärung 2008

Die Neuerungen der Steuererklärung 2007

Die Neuerungen der Steuererklärung 2006

 

 

Bitte konsultieren Sie im Zweifelsfall rechtzeitig die Steuerverwaltung Ihres Kantons oder den Steuerberater Ihrer Wahl. Für Fragen steht Ihnen auch das Diskussionsforum zur Verfügung.